24 Stunden Pflege: Von zahlreichen Experten wird für die Zukunft vorausgerechnet, dass der Pflegebedarf in den nächsten Jahren explodieren wird. Die Zahl der alten Menschen, die nicht mehr alleine in den eigenen vier Wänden leben können, nimmt immer weiter zu.

Die Situation in Österreich ist eine sehr komplexe, was den Pflegebereich angeht. Österreichweit bieten 900 Pflegeheime insgesamt 78.000 Betreuungsplätze. 500 Heime stammen von privaten Organisationen wie Hilfswerk, Caritas, Volkshilfe und Samariterbund und 400 stammen von staatlichen Stellen.

Das Pflegegeld wird derzeit von 450.000 Personen bezogen. Laut Voraussagen des Wirtschaftsforschungsinstituts wird sich diese Zahl bis 2050 auf bis zu 750.000 Personen erhöhen. Somit werden sich die Ausgaben für das Pflegegeld von derzeit 2 Milliarden Euro auf 4,2 Milliarden Euro erhöhen. Auch der Fiskalrat, der als Aufgabe auch die Überwachung der Staatsschulden hat, warnt vor einem gewaltigen Anstieg der Pflegekosten.

Die Bevölkerung wird immer älter

Der Grund an diesem extremen Wachstum ist die demografische Entwicklung in Österreich. Der Anteil der 80-Jährigen gemessen an der Gesamtbevölkerung lag 2015 bei rund 5 %.  Bis 2030 wird sich der Anteil auf 6,6 % und bis 2060 sogar auf 11 % erhöhen.

24 Stunden Pflege wird überdurchschnittlich wachsen

Ein besonders großer Boom wird bei der 24 Stunden Pflege erwartet. Die Zahl der Menschen, die eine 24 Stunden Pflege in Anspruch nehmen werden, wird sich in den nächsten Jahren auf 50.000 verdoppeln. Ein Platz im Pflegeheim kostet um die 3.500 € monatlich, die 24 Stunden Pflege ist für die betroffenen Familien um die Hälfte günstiger, rechnet man die staatlichen Förderungen weg.

 

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