Pfleger der Zukunft: Roboter im Pflegeheim

Könnten Sie sich vorstellen, zukünftig von einem Roboter gepflegt zu werden? Was heute noch schwer vorstellbar ist, könnte in nicht all zu ferner Zukunft bald Realität werden, denn Robotik im Pflegebereich erlebt gerade einen regelrechten Boom.

Die Zahlen sind alarmierend

Es ist kein Geheimnis, dass in dieser Branche zukünftig ein Personalmangel vorherrschen wird. Schaut man sich die Zahlen etwa von Japan an, dann hat Japan ein massives Problem mit einer Überalterung der Gesellschaft. Bis 2060 wird das derzeit noch fast 130 Millionen Menschen zählende Volk auf deutlich unter 100 Millionen zurückgehen. Auch in Deutschland werden in 40 Jahren gut 13 Millionen weniger Einwohner sein als heute.

Die Financial Times hat kürzlich berichtet, dass 2015 weltweit 587 Millionen Dollar in die Roboter-Forschung geflossen sind – doppelt so viel wie 2014! Ein Großteil davon wurde in Asien investiert, vor allem in Japan und China. Es gibt bereits einige Prototypen, aber man ist natürlich noch weit weg davon, eine klassische Betreuung durch Menschen zu ersetzen. Auch zahlreiche ethische und philosophische Fragen sind vor einem solchen Einsatz noch zu klären. Wertschätzendes Einfühlungsvermögen und zwischenmenschlicher Kontakt sind ein wesentlich wichtiger Teil guter Pflege.

Vorerst nur therapeutischer Einsatz

Einen wirklich sinnvollen Einsatz finden Roboter aktuell bereits als Unterstützung bei diversen Therapien. Plüschrobbe Paro, die schnurrt und Stimmen erkennen kann, stammt aus Japan und spricht besonders das ‚Kindchenschema‘ in einem an. Dadurch soll eine Bindung zwischen Roboter und Patient hergestellt werden. Der Therapieroboter ist bereits in Europa, da vor allem bei Personen mit Demenz, im Einsatz. Schauen Sie sich das unten eingebettete Video an, denn die Wirkung auf den Patienten ist definitiv eine Positive.

Besonders bei Hebetätigkeiten könnten Roboter zukünftig für Pflegekräfte eine enorme Erleichterung bringen:

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